Energie, Technik & Baustoffe
News (2.2026): Holzhaustür von Rubner Türen – Entrauchungsklappe von Priorit – Revisionsklappe von Felko
Foto (Header): © Michael Rosskothen – stock.adobe.com
Auszug aus:
QUARTIER
Ausgabe 2.2026
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Inhalte des Beitrags
- Mit Brandwiderstand EI60 Zertifikat: Holzhaustür von Rubner Türen
- Für schmale Schächte: Entrauchungsklappe von Priorit
- Für Flucht und Rettungswege: Brandschutz-Außen- und -Innentüren von Kneer-Südfenster
- Für Holzwolle-Akustikdecken: Revisionsklappe von Felko
- Einordnung von Zukunft Altbau: Zur Prüfung von Wärmepumpen in größeren Gebäuden
Holzhaustür von Rubner Türen
Mit Brandwiderstand EI60 Zertifikat
BILD: RUBNER TÜREN GMBH
Die von der Rubner Türen auf der Messe BAU 2025 vorgestellte Brandschutz-Haustür aus Holz mit einem Brandwiderstand EI60 wurde vom Prüfinstitut IBS Linz zertifiziert. Das neue Türmodell ist seit August 2025 in mehreren Varianten erhältlich. Die flächenbündige Tür verfügt über einen mehrschichtigen Aufbau mit einer biologischen Dämmplatte und eigenen Dichtungsmaterialien. Sie ist das Ergebnis einer mehr als zweijährigen Entwicklungsarbeit des Unternehmens und verhindert laut Hersteller 60 Minuten als Raumabschluss den Feuerdurchtritt und überschreitet dabei die maximal erlaubten Temperaturen auf der feuerabgewandten Seite nicht. Neben dem Brandwiderstand EI60 passierte die neue Brandschutz-Haustür nach umfangreichen Tests auch die Rauchschutzprüfung S200 und die Dauerfunktionsprüfung C5.
Rubner Türen GmbH
www.rubner.com
Entrauchungsklappe von Priorit
Für schmale Schächte
BILD: PRIORIT AG
Mit der Entrauchungsklappe PRIO-AIR SD-SLIM präsentiert Priorit ein Produkt, das für kleinere Mindestabmessungen und somit für den Einsatz in Schächten mi geringer Einbaubreite konzipiert wurde. Es handelt es sich um eine einflügelige, feuerbeständige Entrauchungsklappe, die als Teil von Rauchschutz-Druck-Anlagen (RDA) einer Rauchfreihaltung von Sicherheitstreppenräumen dienen soll. Die Klappe ist rauchdicht und bietet dem Hersteller nach eine Feuerwiderstandsfähigkeit von 90 Min. (EI90) bei Montage in einer Abschnittsgrenze sowie 120 Min. (EI120) bei Montage in oder an einer Leitung. Weiters sei sie für den vertikalen, flächenbündigen Einbau in massiven Wänden zur Ableitung von Rauch gedacht und könne mit Entrauchungsleitungen gemäß EN 12101-7 kombiniert werden. Zudem hat sie die nötigen Klassifikationen für den Einbau in Wänden und Leitungen. Außerdem erfüllt sie die Anforderungen für Entrauchungsklappen (v edw) und erreicht mit nachgewiesener Druck-Sog-Stufe 2 (1000 Pa) sowie automatischer motorischer Auslösung (AA) sowohl die Klassifizierungen EI90 (v edw i < – > o) S1000C 10000 als auch EI120 (v ed i < – > o) S1000C 10000. Sie weist eine Außenabmessungen von 440 × 870 mm bis 1000 × 2500 mm (B × H) auf, eine integrierte Modbus-Schnittstelle sowie eine optional erhältliche Ausführung mit einteiliger Zarge.
Priorit AG
www.priorit.de
Brandschutz-Außen- und -Innentüren von Kneer-Südfenster
Für Flucht und Rettungswege
BILD: KNEER GMBH
Hersteller Kneer-Südfenster bietet zertifizierte Aluminium-Brandschutztürsysteme für den Außen- und Innenbereich. Das neuen Brandschutztürsystem mit flächenbündiger Ansicht ist einflüglig und zweiflüglig erhältlich sowie mit Türen-, Seiten- und Oberlichtverglasungen. Mit den neuen Aluminium-Brandschutz-Außen- und -Innentüren wird das System der europaweit anerkannte Feuerschutz-Klassifizierung EI 2 -30, die Rauchabschluss-Klassifizierung S 200 S a sowie die Produktnorm DIN EN 16034 für Außenanwendungen gerecht. Sichergestellt ist der Widerstand gegen Feuer und Rauch laut Hersteller für 30 Minuten. Mit Scheibenstärken von 15 bis 64 mm – je nach Objektanforderung – sei das eingesetzte brandschutzzertifizierte Sicherheitsglas weiter eine Feuer- und Wärmebarriere. Es weist zudem eine Lichtdurchlässigkeit von bis 85 Prozent auf. Mit einem Schalldämmwert von 42 dB (entspricht Schallschutzklasse 3) bietet das System Schallschutz sowie die Widerstandklasse RC2 für erhöhte Einbruchhemmung.
Kneer GmbH
www.kneer-suedfenster.de
Revisionsklappe von Felko
Für Holzwolle-Akustikdecken
BILD: FELKO GMBH
Die Revisionsklappe FRHW-AKUSTIK ist ein vorkonfektioniertes System für abgehängte Holzwolle-Akustikdecken. Sie soll dem Zugang zu technischen Anlagen im Deckenhohlraum dienen und wird flächenbündig in das Schienensystem integriert. Das Produkt besteht aus einem zweiteiligen Aluminiumrahmen mit Stahlblech-Verbinder-Elementen und einem Revisionsdeckel, der eben mit der Unterseite der Unterkonstruktion abschließt. Die Montage des Rahmens erfolgt über Klemmbügel als Klickmontage in den Umbug der CD-Profile, laut Hersteller ohne zusätzliche Werkzeuge, Vorarbeiten oder Verschraubungen. Der Deckel soll werkzeuglos und über zwei Druckverschlüsse arretiert eingehängt werden können; zwei vormontierte Fangseile dienen dabei der Sicherung. Die Klappe kann um 90 ° nach unten geöffnet werden, der Deckel ist bei Bedarf ohne Werkzeug entnehmbar. Das System ist für gängige Plattenformate und Achsabstände (z. B. 600 × 1200, 625 × 1250 mm) sowie Plattenstärken 25 und 35 mm erhältlich, inklusive diverser Zuschnittformate.
Felko GmbH
www.felko-systeme.de
Zur Prüfung von Wärmepumpen in größeren Gebäuden
Einordnung von Zukunft Altbau
BILD: ZUKUNFT ALTBAU
Fossil betriebene Heizungen in größeren Gebäuden müssen regelmäßig geprüft werden – die Pflicht gilt gleichfalls für Wärmepumpen. Die ersten Anlagen sind im Januar 2026 unter die Prüfpflicht gefallen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Gebäudeeigentümer müssen die Anlagen nach einer vollständigen Heizperiode, spätestens aber zwei Jahre nach der Inbetriebnahme, untersuchen lassen. Die Regelung betrifft wassergeführte Luft-, Wasser- und Erdreichwärmepumpen, die nach dem 31. Dezember 2023 in größeren Gebäuden ab sechs Wohnungen eingebaut wurden. Sie gilt auch für Gebäudenetze mit mindestens sechs angeschlossenen Wohneinheiten. Gesetzliche Grundlage ist der Paragraf 60a des Gebäudeenergiegesetzes. Die Prüfung soll einen effizienten Betrieb sicherstellen. Ausgenommen sind Brauchwasser-Wärmepumpen und Luft-Luft-Wärmepumpen, sog. Klimageräte, sowie Wärmepumpen, die einer Fernkontrolle unterliegen.
Der Gesetzgeber hat daher für größere Gebäude eine Prüfpflicht für Wärmepumpen erlassen. Diese stellt sicher, dass die Anlage effizient läuft und nicht unnötig Strom verbraucht. Sie erfolgt nach der ersten Prüfung alle fünf Jahre. Zum Umfang gehören u. a. das Überprüfen der Regelparameter wie Heizkurve, Heizgrenztemperatur und Pumpeneinstellung sowie der Nachweis eines hydraulischen Abgleichs. Fachpersonen werten zudem die Jahresarbeitszahl aus und geben Hinweise zur Optimierung, falls größere Abweichungen zu den erwarteten Werten auftreten. Die Hinweise umfassen das Verhalten der Nutzenden, die Optimierung der Heizungsanlage bis zu möglichen Verbesserungen an der Gebäudehülle. Auch Kältemittelfüllstand, elektrische Anschlüsse und die Außeneinheit stehen auf der Liste. Stellen die Fachleute einen Optimierungsbedarf fest, ist dieser innerhalb von einem Jahr umzusetzen. Fachleute wie Schornsteinfeger, Heizungs- und Kälteanlagenbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Elektrotechniker oder Energieberatende dürfen die Prüfungen durchführen. Sie müssen jedoch eine Fortbildung absolviert haben, in der die Prüfung von Wärmepumpen ein Bestandteil ist. Das Ergebnis der Prüfung wird schriftlich dokumentiert.
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH
www.zukunftaltbau.de










