NACHHALTIGE SEKTORENKOPPLUNG IM QUARTIER

Contracting und Mieterstrom in Berlin

Text: Dr. Tim Meyer | Foto (Header): © Amelia – stock.adobe.com

Klimaschonend, gemeinschaftlich und zukunftsfähig – so wohnt es sich im Berliner Möckernkiez. Seit 2016 ist die NATURSTROM AG als Energiepartnerin an Bord des deutschlandweit ambitioniertesten genossenschaftlichen Neubauprojekts und hat das umweltschonende Energiekonzept des Quartiers entwickelt und verwirklicht. Heute beliefert der Öko-Energieversorger die Bewohnerinnen und Bewohner mit vor Ort erzeugtem grünen Strom sowie sauberer Wärme und zeigt so, dass eine dezentrale Energiewende im urbanen Raum möglich ist.

Auszug aus:

QUARTIER
Ausgabe 6.2019
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Die Luft ist klar, die zahlreichen Fahrradständer sind gut gefüllt, statt röhrender Motoren dominieren hier spielende Kinder die Geräuschkulisse – kein Wunder, denn der Berliner Möckernkiez ist eine autofreie Zone. Das Stadtquartier direkt am beliebten Gleisdreieck-Park ist eines der ambitioniertesten und größten genossenschaftlichen Neubauprojekte Deutschlands. Auf dem rund 30.000 m² großen Gelände sind hier von 2014 bis 2018 insgesamt 14 Gebäude mit 471 Wohn- und 20 Gewerbeeinheiten entstanden. Heute füllen knapp 1.000 Menschen den Kiez, der wie kaum ein anderer für die dezentrale Energiewende in Deutschland steht, mit Leben.

Hinter dem Projekt steht die Möckernkiez Genossenschaft für selbstverwaltetes, soziales und ökologisches Wohnen eG, kurz Möckernkiez eG. Sie geht auf eine Bürgerinitiative aus dem Jahr 2007 zurück und hat das Ziel, barrierefreies, soziales und klimaschonendes Wohnen für Menschen aller Generationen in der Bundeshauptstadt zu ermöglichen. Zwei Jahre später wird aus der Initiative die Genossenschaft, um den Traum vom sozialen und klimafreundlichen Stadtquartier Wirklichkeit werden zu lassen. Das passende Grundstück für ihr Vorhaben findet sie 2010 in Berlin-Kreuzberg. Sie ist nicht die einzige Interessentin – auch etliche konventionelle Akteure aus der Immobilienbranche haben einen Blick auf das Bauland geworfen, das direkt am damals frisch entstandenen Gleisdreieck-Park liegt und dadurch besonders attraktiv ist.

Doch die junge Genossenschaft erhält den Zuschlag und kauft es einer Tochterfirma des Bundeseisenbahnvermögens ab – komplett aus eigenen Mitteln. Auch den Bau des Quartiers können die Genossinnen und Genossen zu einem Drittel mit Eigenkapital finanzieren. Die Bauarbeiten beginnen im Januar 2014. Einen kleinen Dämpfer erleidet das ehrgeizige Projekt kurze Zeit später. Ab November 2014 stehen die Bagger aufgrund einer zwischenzeitlich nicht gesicherten Finanzierung still. Erst über anderthalb Jahre später, im Juni 2016, geht es weiter: mit einem neugewählten Vorstand, höheren Mieten und Mitgliederdarlehen. Außerdem werden zwei Teilgrundstücke an einen Bauträger weiterverkauft, auf ihnen sollen ein Kultur-Pavillon sowie ein Hotel entstehen.

Mit neuem Rückenwind macht sich die Genossenschaft 2016 außerdem auf die Suche nach einem Partner für die Energieversorgung des Quartiers. Schon damals ist klar, dass die Neubauten höchsten Klimaschutz-Maßstäben gerecht werden sollen. Die NATURSTROM AG überzeugt mit ihrem Konzept und gewinnt die Ausschreibung.

Für den Möckernkiez wurde ein innovatives, zukunftsfähiges Energiekonzept entwickelt, das die ehrgeizigen Ansprüche der Genossenschaft vereint: Die Versorgung aller privaten und gewerblichen Mieter erfolgt mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien, größtenteils vor Ort erzeugt, und das zu günstigen und langfristig kalkulierbaren Preisen. So werden im Möckernkiez nicht nur die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu einer konventionellen fossilen Versorgung drastisch reduziert, sondern auch die Kosten für die Genossenschaft.

Für die Planung des Konzepts nutzt NATURSTROM die Erfahrung aus ganz unterschiedlichen Quartiers- und Mieterstromprojekten. Als einer der ersten Akteure auf dem Gebiet ist der Öko-Energieversorger bundesweit an der Konzeption und Realisierung lokaler Energieversorgungslösungen in den unterschiedlichsten Konstellationen beteiligt – im Bestand und im Neubau, in kleineren Mehrfamilienhäusern ebenso wie in ganzen Gemeinden, großen Quartieren oder in Gewerbeimmobilien.

Nachhaltige Wärmeversorgung

Alle Häuser im Möckernkiez erfüllen den Effizienzhaus-40-Standard der KfW. So liegt der Wärmebedarf des Kiezes, wenn alle Wohnungen und Ladenlokale des Areals vermietet sind, lediglich bei rund 2 Mio. kWh pro Jahr. Dennoch: Ganz ohne Wärmeerzeugung geht es natürlich auch nicht.

Die Erzeugung des verbleibenden Energiebedarfs soll allerdings mit möglichst geringen Umweltauswirkungen und klimaneutral erfolgen. Das gelingt durch eine Kombination aus Blockheizkraftwerk (BHKW) und Spitzenlastdoppelkessel. Das energetische Herz des Stadtquartiers, die Energiezentrale, befindet sich im Keller von Haus Nr. 4, von wo aus die klimafreundliche Wärme über ein unterirdisch verlegtes Nahwärmenetz an die anderen Gebäude verteilt wird. Ein insgesamt 12.000 l fassender Pufferspeicher vervollständigt das Wärmekonzept. Die gesamte Heiztechnik ist am Rande des Quartiers untergebracht und zur verkehrsreichen Yorckstraße hin gelegen. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich die Quartiersverwaltung, wodurch sichergestellt ist, dass die Bewohner von der Heiztechnik nichts mitbekommen. NATURSTROM betreibt die Energiezentrale und das Wärmenetz mittels Online-Fernüberwachung, so sind alle Daten jederzeit unter Kontrolle.

Das BHKW verfügt über eine elektrische Leistung von 139 kW und eine thermische Leistung von 215 kW. Betrieben wird es mit 100 %igem Biogas – somit arbeitet es komplett klimaneutral. Das Biomethan für das BHKW wird direkt von den Betreibern von Biogasaufbereitungsanlagen bezogen, wie den Klärwerken Hamburg. Zwei weitere Biogasanlagen liegen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das Biogas, das zum Einsatz kommt, entsteht ausschließlich aus Rest- und Abfallstoffen und ist somit besonders nachhaltig.

Der Spitzenlastkessel hat eine thermische Leistung von 1.300 kW und kommt nur an besonders kalten Tagen, also v. a. im Winter, zum Einsatz.

Neben den Bewohnern des Kiezes, die von einem langfristig günstigen Wärmepreis profitieren, bietet die verbaute Heiztechnik auch der Genossenschaft etliche Vorteile: Da NATURSTROM die Anlagen als Contractor betreibt, liegen die kompletten Investitionen für die Heizzentrale sowie die Infrastruktur beim Energieanbieter. So trägt der Energieversorger etwa auch die Kosten für das 600 m lange Nahwärmenetz auf dem Grundstück. Der Genossenschaft bleiben somit erhebliche Investitionen erspart.

Dadurch, dass das Nahwärmenetz sehr technik- und innovationsoffen gestaltet ist, kann die Technik im Heizhaus bei Bedarf vergleichsweise aufwandsarm ausgetauscht werden. Das  erleichtert nicht nur anfallende Reparaturen, sondern macht es auch möglich, sie irgendwann durch eine innovativere und damit noch klimafreundlichere auszutauschen.

Umweltfreundlicher Mieterstrom aus Sonne und Wärme

Großstädte haben meist einen enormen Energiebedarf, aber nur wenig Flächen für große Erneuerbare-Energien-Projekte wie Wind- oder Solarparks. Allerdings gibt es auch in Städten ein erhebliches Erzeugungspotenzial: Die vielen Dachflächen in verdichteten Räumen bieten eine ideale Grundlage für die Installation von Photovoltaikanlagen, deren sauberer Strom dann im besten Fall auch in der direkten Umgebung der Anlagen genutzt werden kann und so den Bedarf nach Energie von außen reduziert. Ein Konzept, das überzeugt und das auch im Möckernkiez so praktiziert wird: Denn neben dem Biogas-BHKW, welches zusätzlich zur Wärme quasi als Nebenprodukt sauberen Strom liefert, sorgen dort auch mehrere Photovoltaikanlagen dafür, dass ein erheblicher Teil des jährlichen Strombedarfs von ca. 1,5 Mio. kWh Strom klimaschonend und direkt vor Ort erzeugt wird. Dafür wurden Solaranlagen mit einer elektrischen Spitzenleistung von insgesamt rund 135 kW auf fünf Dächern installiert. Zwei der in Südausrichtung gebauten Photovoltaikanlagen verfügen über eine Leistung von jeweils 43 Kilowattpeak (kWp), die drei anderen Anlagen kommen auf 16 bis 20 kWp. Pro Jahr liefern sie durchschnittlich einen Ertrag von insgesamt rund 125.000 kWh. Betrieben werden die Anlagen von NATURSTROM, die Genossenschaft stellt lediglich die Dachflächen zur Verfügung. Der Vorteil für die Genossenschaft: Sie muss – wie schon bei der Wärmetechnik – nicht selbst in die Anlagen und deren Wartung investieren und kann trotzdem von der sauberen Stromerzeugung auf den Dächern profitieren.

Eine weitere Besonderheit des Solarstrommodells im Möckernkiez ist die Verwendung des dort erzeugten Ökostroms als Mieterstrom. Bisher wird eine Eigenversorgung durch Solarenergie im Regelfall nur von den Haushalten oder Gewerbebetrieben praktiziert, die auch Eigentümer der jeweiligen Dächer sind. Damit werden nicht nur Mieter von dem Eigenverbrauch günstigen Solarstroms ausgeschlossen – auch die großen Potenziale zur Ökostromerzeugung auf den Dächern von Mietshäusern bleiben ungenutzt. NATURSTROM engagiert sich schon viele Jahre für die Realisierung von Mieterstromprojekten und ist einer der Pioniere auf diesem Gebiet – daher war auch bei der Konzeption der Energieversorgung des Möckernkiezes klar, dass Mieterstrom ein wichtiger Teil des dortigen nachhaltigen Energiekonzepts sein soll. Ein entsprechendes Angebot war von Anfang an in den Planungen enthalten, obwohl damals das heutige Mieterstromgesetz als zentrales Förderinstrument für diesen Bereich noch gar nicht existierte.

Dieses Mieterstromgesetz wurde erst im Juli 2017 verabschiedet und ist nun die zentrale Regelung für diesen Bereich. Es funktioniert so, dass der Anlagenbetreiber für den direkt vor Ort genutzten und nicht durchs öffentliche Netz zweimal durchgeleiteten Strom aus Solaranlagen einen Mieterstromzuschlag erhält, dessen Höhe von der jeweiligen Anlagengröße und der generellen Solarstromförderung abhängt und der aktuell selbst in der höchsten Ausprägung nurmehr deutlich unter 0,02 Euro/kWh liegt. Die gesamte Förderung ist bundesweit auf ein jährliches Zubauvolumen von 500 MW gedeckelt. Mit realisierten Projekten von lediglich 1,5 MW in den zwei Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes liegt der tatsächlich realisierte Zubau jedoch deutlich darunter. An Möglichkeiten mangelt es in der Bundesrepublik allerdings nicht: Laut Bundeswirtschaftsministerium könnten etwa 3,8 Mio. Mietshaushalte Sonnenstrom vom eigenen Dach beziehen – konservativ geschätzt. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) geht sogar von fast doppelt so vielen Mietwohnungen aus. Gleichwohl gibt es auch heute bereits Konstellationen, in denen Mieterstrom umgesetzt werden kann – wenn es dem Immobilieneigentümer wichtig ist.

Für Immobilienbesitzer liegen die Vorteile von Mieterstrom auf der Hand: Sie erhalten durch Mieterstrom-Projekte neue Möglichkeiten zur energetischen Weiterentwicklung und Aufwertung ihrer Immobilien – auch im Bestand. Dadurch werden Mieter langfristig gebunden, zudem kann die Energiewende so auch im Gebäudebestand zusätzlich Fahrt aufnehmen. In größeren Contracting-Projekten kann Mieterstrom als einer von mehreren Bausteinen neben der Wärme- und Kälteversorgung fungieren.

Künftig könnten Mieterstrom-Projekte attraktiver werden: Zwar wird derzeit der Rollout noch durch die Belastung mit der vollen EEG-Umlage gebremst – eine klare und nicht gerechtfertigte Benachteiligung gegenüber dem solaren Eigenverbrauch. Hoffnung gibt die angekündigte Überarbeitung der bisher mangelhaft ausgestalteten Mieterstromförderung. Die Bundesregierung hat diese noch für Ende 2019 in Aussicht gestellt.

Zurück zum Möckernkiez: Hier ist die Kombination von BHKW und Solaranlagen im Hinblick auf die Ökostrom-Erzeugung ideal. Denn der Betrieb des BHKW ist auf eine optimale Wärmeversorgung des Quartiers ausgerichtet. Somit produziert es das Nebenprodukt Ökostrom vorrangig abends und in der kalten Jahreszeit. Da die Solaranlagen dann nicht oder nur wenig Ökostrom liefern, ergänzen sich Photovoltaik und BHKW auch im wärmegeführten Betrieb bestens.

Den vor Ort erzeugten Strom bietet NATURSTROM den Mietern des Quartiers im Rahmen eines Mieterstromtarifs an. Hierfür hat das Unternehmen exklusiv den „MöckernStrom“ aufgelegt. Dieses Angebot liegt mit einer monatlichen Grundgebühr von 8,75 Euro und aktuell 25,45 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde Strom preislich deutlich unter der Berliner Grundversorgung. Denn Mieterstrom benötigt zwar höhere Investitionskosten, dafür entfallen die Konzessionsabgaben an die Kommune, die Stromsteuer, die Netzentgelte sowie die netzseitigen Umlagen wie Offshore- und KWK-Gesetz-Umlage.

Selbstverständlich haben die Mieter die volle Wahlfreiheit und können sich jederzeit für einen anderen Tarif und einen anderen Anbieter entscheiden. Der Preis sowie die saubere, lokale Erzeugung überzeugen jedoch: Rund 90 % haben sich mittlerweile für den quartierseigenen Stromtarif entschieden, eine in Projekten dieser Größenordnung sehr gute Beteiligungsquote.

So wird es möglich, dass das dort installierte BHKW und die Solaranlagen einen Teil des Strombedarfs der Haushalte direkt mit der vor Ort stattfindenden Erzeugung decken. Die restlichen noch benötigten Strommengen werden als GSL-zertifizierter Ökostrom aus dem öffentlichen Netz geliefert. Vor Ort erzeugter Solarstrom, den die Mieter nicht verbrauchen, wird ins Berliner Verteilnetz eingespeist und gemäß EEG mit etwa 13 Cent pro Kilowattstunde vergütet.

Verkehrswende im Stadtquartier

Auch das Thema umweltfreundliche Mobilität gehört zum ganzheitlich nachhaltigen (Energie-)Konzept des Berliner Vorzeigequartiers. Das beginnt schon bei der Verteilung der Stellflächen für Fahrzeuge: Etwa 2.000 Fahrradstellplätze stehen 98 Tiefgaragen-Stellplätzen gegenüber. Wer nicht aufs Auto verzichten kann, hat es im Kiez als Fahrer eines E-Autos sehr viel leichter: Denn der Kiez verfügt auch über mehrere Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Beliefert werden die Ladesäulen passend zur nachhaltigen Ausrichtung des Kiezes mit 100 % Ökostrom. An den zwei öffentlich zugänglichen Ladesäulen können E-Mobilisten mit einer Leistung von 22 kW laden. Bezahlen können sie den geladenen Strom ganz bequem mit der naturstrom-ladekarte, vielen weiteren Ladestromkarten oder einfach mit der eigenen Girokarte, sofern diese für das kontaktlose Bezahlen freigeschaltet ist. Seit März 2019 sind die Ladesäulen in Betrieb und runden somit das ganzheitliche, klimafreundliche Energiekonzept ab. In der Tiefgarage des Areals sind zudem zehn Elektroanschlüsse verlegt, sodass die gewerblichen Mieter hier bei Bedarf selbst nachträglich Lademöglichkeiten installieren können; eine Möglichkeit, die bisher noch nicht wahrgenommen wurde.

Nachhaltige Sektorenkopplung

In Berlin-Kreuzberg setzt die Möckernkiez eG gemeinsam mit NATURSTROM um, was der Begriff Sektorenkopplung in der Energiepolitik zusammenfasst: die vernetzte und somit optimierte Ausnutzung regenerativer Erzeugungspotenziale im Strom‑, Wärme- und Mobilitätsbereich. Sektorenkopplung gilt als Schlüssel für eine gelungene Energiewende, die eine zukunftsfähige, bürgernahe Energieversorgung ermöglicht und dabei ökologisch, sicher und langfristig bezahlbar ist. Das rundum klimafreundliche Konzept des Möckernkiezes überzeugt auch den Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Projekt N“ hat eine hochrangig besetzte Jury die Quartiersversorgung des Berliner Möckernkiezes 2018 als „Projekt Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. Die Resonanz von außen auf den Möckernkiez, seine besondere Geschichte und sein innovatives Energiekonzept ist durchweg positiv. So gilt der Möckernkiez mittlerweile deutschlandweit als Leuchtturmprojekt der dezentralen Energiewende unweit des Bundestages. Denn: Gemeinsam mit der Genossenschaft verfolgt NATURSTROM das Ziel, die dezentrale Energiewende einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dafür bietet sie immer wieder Führungen rund um den Kiez sowie in das Herz der klimafreundlichen Strom- und Wärmeversorgung, die Energiezentrale, an. Beispielsweise wurde Ende September das Mieterstromkonzept im Rahmen einer vom Bündnis Bürgerenergie veranstalteten Solarparty Interessierten vorgestellt. Eine Podiumsdiskussion mit Teilnehmern aus dem Bundestag war Teil der Veranstaltung. So wird nicht nur im Möckernkiez selbst eine nachhaltige Energieversorgung realisiert, das Konzept dient auch als Paradebeispiel, an welchem sich weitere Projekte orientieren können. Seit 2019 hängt zudem eine Informationstafel an der Fassade des Möckernkiezes, die Interessierte direkt vor Ort über das aufklärt, was sich hinter den Mauern des Gebäudes verbirgt: eine gelungene Energiewende.

Der Autor

Dr. Tim Meyer

Dr. Tim Meyer ist Vorstand bei der NATURSTROM AG, einem Öko-Energieversorger aus Düsseldorf. Er vertritt den Geschäftsbereich Dezentrale Energieversorgung.

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