Energie, Technik & Baustoffe
News (3.2026): Keine Kursänderung bei der Wärmewende – Strahlende Aussichten
Foto (Header): © WALTER VORJOHANN
Auszug aus:
QUARTIER
Ausgabe 3.2026
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Keine Kursänderung bei der Wärmewende
6. Fachkongress der IW.2050
Bild: WALTER VORJOHANN
Beim 6. Fachkongress der Initiative Wohnen.2050 (IW.2025) standen vom 28. bis 30.04.2026 im darmstadtium in Darmstadt Konzepte zur CO₂-neutralen Wärmewende im Fokus, die es sozial orientierten Wohnungsunternehmen ermöglichen, Klimaneutralität zu erreichen und diese auch zu finanzieren. Es hat sich gezeigt: Angesichts von Kriegen und Energiekrisen hält die sozial orientierte Wohnungswirtschaft am Kurs „Klimaneutralität“ fest. Der Kongress belegte mit Fakten und Daten, dass die Wohnungswirtschaft mit der Wärmewende aktiver Teil der 4. weltweiten Energierevolution ist. Energieexperte Dr. Tim Meyer machte in seiner Keynote deutlich, dass die Stromproduktion aus Wind und Sonne weltweit eine exponentielle Wachstumskurve erreiche. Sie sei ungleich steiler, als es die Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas je erreicht hätten. Ursache seien die Skaleneffekte der industriellen Massenproduktion, insbesondere der von Solarmodulen und Batteriespeichern. Fossile Großkraftwerke ließen sich nicht in Serie herstellen. Der Markt habe längst entschieden: Die Elektrifizierung des Verkehrs- und Wärmesektors sei nicht mehr aufzuhalten, weil Elektromotoren und Wärmepumpen viel effizienter arbeiteten als Verbrennungsmaschinen. Auf dem Weg der Transformation liegt Deutschland nach Einschätzung von Dr. Thomas Hain, stellvertretender Vorstand IW.2050 und Leitender Geschäftsführer der NHW, im Vergleich mit anderen Ländern weit zurück. „Je eher die Transformation kommt, desto besser“, erklärte Hain in seiner Rede vor 280 Kongressteilnehmern. Dazu bedürfe es politischer Weitsicht und einer Strategie, die über Legislaturen und Parteigrenzen hinweg langfristig Bestand habe.
Gas ist keine Option, Fernwärme kritisch begleiten
In den Netzwerk-Runden wurde deutlich, dass die von der Regierung angestrebte Technologieoffenheit für die Gasheizung keine Option für die sozial orientierte Wohnungswirtschaft darstellt. Die zu erwartenden Preissteigerungen für Gas – getrieben von der CO2-Steuer, den steigenden Netzentgelten und der Beimischung von Biogasen – würden nicht nur zu einer sozialen Schieflage führen. Gemäß den mietrechtlichen Eckpunkten des Gebäudemodernisierungsgesetzes müssen sich zukünftig Eigentümer im Falle des Einbaus einer neuen fossilen Heizung zu 50 % an diesen Kosten beteiligen. Daher sei der Einsatz von elektrischen Wärmepumpen in Mehrparteienhäusern in weiten Teilen der Branche Konsens. Der zweite Weg – der Ausbau der Fernwärme – wurde insgesamt kritischer gesehen. Aufgrund der Monopolstellung der Versorger ergäben sich Mehrkosten um den Faktor drei bis vier. Und je grüner die Fernwärme werde, umso teurer werde sie auch. Dabei bestünde in vielen Kommunen ein Zwang zum Anschluss an die Fernwärme.
Einfaches Bauen, Themen-Workshops
Neben der Energiefrage war der „Hamburg-Standard“ für einfaches, schnelles und kostengünstiges Bauen zentrales Thema. In neun einstündigen Fokus-Sessions teilten zudem Experten und Verantwortliche aus Wohnungsunternehmen ihre Erfahrungen aus zahlreichen Transformationsprojekten. Darunter etwa die Speicherung von elektrischer und thermischer Energie im Quartier, Wertschöpfung durch PV-Investitionen, den Einsatz von intelligenten Heizungsthermostaten, das Energiemonitoring und der Einsatz von KI im Heizungskeller oder schließlich Wohnungsbau unter Wiederverwendung gebrauchter Baukomponenten.
Save the date: Der 7. Fachkongress der IW.2050 findet vom 28. – 30.04.2027 wieder im darmstadtium, Darmstadt, statt.
Infos unter: www.iw2050.de
Strahlende Aussichten
The smarter E Europe in München
BILD: SOLAR PROMOTION GMBH
„Accelerating Integrated Energy Solutions“ – dieses Ziel verfolgt The smarter E Europe, Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft. Im Kontext einer sicheren und zukunftsfähigen Energiewelt stehen erneuerbare Energien, Dezentralisierung und Digitalisierung sowie branchenübergreifende Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung 24/7 in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr im Fokus. Auf insgesamt vier Fachmessen bringt The smarter E Europe relevante Akteure aus aller Welt zusammen und rückt die neuesten Marktentwicklungen, Trends, Technologien und wirtschaftlichen Chancen in den Mittelpunkt. Alle Messen finden vom 23. – 25.06.2026 – erstmals mit der neuen Messelaufzeit von Dienstag bis Donnerstag – auf der Messe München statt:
- Intersolar Europe – Die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft
- ees Europe – Europas größte und internationalste Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme
- Power2Drive Europe – Die internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität
- EM-Power Europe – Die internationale Fachmesse für Energiemanagement und vernetzte Energielösungen
Um die Innovationskraft der Branche zu demonstrieren, setzt The smarter E Europe neben den Fachmessen auf eine Kombination von Konferenzen, Foren und Workshops. The smarter E Europe ist Teil der internationalen Veranstaltungsserie The smarter E, die sich über insgesamt drei Kontinente erstreckt.
Weitere Informationen und Tickets: thesmartere.de







