Energie, Technik & Baustoffe
News (1.2026): Rahmenbedingungen für den modernen Holzbau – Fenster, Türen, Fassaden – Goldenes Messejubiläum
Foto (Header): © Michael Rosskothen – stock.adobe.com
Auszug aus:
QUARTIER
Ausgabe 1.2026
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Inhalte des Beitrags
- Hamburger Holzbauforum #4: Regeln, Risiken, Resilienz – Rahmenbedingungen für den modernen Holzbau
- Fensterbau Frontale 2026: Fenster, Türen, Fassaden
- IFH/ INTHERM 2026: Goldenes Messejubiläum
- Wappnen von Monoblock-Wärmepumpen für frostige Blackouts: Frostschutzventil, Handschnellentlüfter und Gaswarngerät von Afriso
- Verbindung für Gebäudeecken und auf Gehrung geschnittene Faserzementplatten: Befestigungssystem von Swisspearl
- Mit integrierten Glaselementen: Lamellendach von TS Aluminium
- Digitalbau 2026: Eine Messe, vier Leitthemen
Regeln, Risiken, Resilienz – Rahmenbedingungen für den modernen Holzbau
Hamburger Holzbauforum #4
BILD: JAKOB JIN – WWW.PEXELS.COM
Von November 2025 bis Mitte Juni 2026 findet zum nunmehr 15. Mal das Hamburger Holzbauforum in der Freien Akademie der Künste Hamburg statt. Es handelt sich gleichzeitig um das 25. Jubiläum des Veranstalters dem Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt (ZEBAU GmbH). Er präsentiert deshalb an Stelle der von früheren Hamburger Holzforen gewohnten vier dieses Mal insgesamt fünf Veranstaltungen.
Im Rahmen dessen wird am 18. März zu Nummer vier aus der Veranstaltungsreihe geladen: „Regeln, Risiken, Resilienz – Rahmenbedingungen für den modernen Holzbau“. Mit dem wachsenden Anteil des Holzbaus im urbanen Kontext steigen auch die Anforderungen an Planung, Ausführung und Dauerhaftigkeit. Gleichzeitig schafft der regulatorische Rahmen neue Möglichkeiten – sofern er richtig verstanden und angewendet wird. Diese Veranstaltung widmet sich den aktuellen Regelwerken und deren Auswirkungen auf die Praxis: von rechtlichen Neuerungen über Brandschutz bis hin zu dauerhaftem Witterungsschutz.
Insbesondere richtet sich die Veranstaltung richtet an Fachplaner, Architekten, Bauherren und Behörden, die im Holzbau auf dem neuesten Stand der Technik und des Regelwerks bleiben wollen – um Chancen zu nutzen und Risiken zu vermeiden.
Einlass ist ab 18:00 Uhr, der Veranstaltungsbeginn folgt 18:30 Uhr und das Programm nimmt 21:30 Uhr sein Ende. Adresse des Veranstaltungsort ist die Freie Akademie der Künste Hamburg e. V., Klosterwall 23 in 20095 Hamburg.
Preislich besteht neben dem Teilnahmebeitrag für die einzelne Veranstaltung (39,00 Euro inkl. MwSt.) auch die Option eines Kombiangebots für alle fünf Veranstaltungen (165,00 Euro inkl. Mwst.) und eines ermäßigten Studierendentickets (19,50 Euro Inkl. Mwst.). Einzeleventtickets sind bis spätestens den Vortag der Veranstaltung buchbar. Zur Fortbildungsanerkennung: ZE- BAU-Veranstaltungen werden als Fortbildung grundsätzlich anerkannt nach § 5 Absatz 1 Satz 1 der Fortbildungssatzung der Hamburgischen Architektenkammer. Durch die Anerkennung der Hamburgischen Architektenkammer werden ZEBAU-Veranstaltungen in gleichem Umfang von der Architektenkammer Niedersachsen und der Architektenkammer Bremen anerkannt. Zudem werden unsere Fortbildungsveranstaltungen pauschal von der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein anerkannt.
Der fünfte und abschließende Teil der Veranstaltungsreihe „Holzbau in der Weiterentwicklung: Next Learning“ findet am 17. Juni 2026 statt und wird sowohl in Präsenz als auch als Onlineveranstaltung angeboten.
Mehr unter: www.hamburger-holzbauforum.de
Fenster, Türen, Fassaden
Fensterbau Frontale 2026
BILD: NÜRNBERGMESSE GMBH, UWE NIKLAS
BILD: NÜRNBERGMESSE GMBH, THOMAS GEIGER
BILD: NÜRNBERGMESSE GMBH, THOMAS GEIGER
BILD: NÜRNBERGMESSE GMBH, THOMAS GEIGER
Unter dem Messemotto „Framing what’ s next“ beschäftigt sich die Festerbau Frontale 2026 in Nürnberg mit den aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Fenster-, Türen- und Fassadenbaubranche. Vom 24. bis 27. März 2026 verspricht der Veranstalter konkrete Lösungen für die Praxis sowie einen Ort für Austausch und Inspiration. Das begleitende Rahmenprogramm soll vertiefte Einblicke ermöglichen in Themen wie nachhaltige Baukonzepte, digitale Lösungen und neue Geschäftsmodelle.
Konzeptionell möchte die Angebotspalette der Fensterbau Frontale weltweite Innovationen rund um Fenster, Türen und Fassaden widerspiegeln. Alle zwei Jahre richtet sich das Messeprogramm an Architekten, Schreiner, Fensterbauer, Fassadenbauer sowie an den Handel. Letzterer soll die Gelegenheit haben sich über die neuesten Profilsysteme, Glas in der Architektur, Befestigungstechnik, Sicherheitstechnik, Maschinen, Anlagen zu informieren.
Das Programm ist auf Fachwissen ausgelegt. Es warten bekannte und neue Formate wie Foren, Sonderschauen und Gemeinschaftsstände, Preisverleihungen. Dabei werden aktuelle Branchenthemen, Trends und Innovationen behandelt. Diese Kombination aus Messe und Fachprogramm bietet neben einem Marktüberblick, Weiterbildungsmöglichkeiten und die Option Neuheiten sowie Trends vor Ort zu erleben und auszuprobieren.
In den Fensterbau Frontale Fachforen (Halle 7A. 123) stehen praxisnahe Branchen-Insights im Mittelpunkt. Gespräche und Diskussionen mit Experten der Industrie bieten zudem die Möglichkeiten zur Vernetzung. Das Forenprogramm besteht überwiegend aus Impulsvorträgen. So beginnt nach Begrüßung und Einladung am Dienstag 14:45 Uhr Dipl. -Ing. Jürgen Benitz-Wildenburg mit seinem Vortrag „Quo vadis Nachhaltigkeit und Klimaresilienz“ zu den aktuell geltenden sowie die zukünftigen Anforderungen bezüglich der Nachhaltigkeit von Bauelementen sowie an die Klimaresilienz. Am Mittwoch steht hier das Mittagsprogramm unter dem Thema „Aktuelle Impulse und Anforderungen für die Fenster- und Fassadenbranche“, das Nachmittagsprogramm unter dem Thema „Aktuelle Impulse und Anforderungen im Bereich Flachglas“. Donnerstags geht dann alles um Tipps aus der und für die Praxis, wie beispielsweise zur Abdichtung bodentiefer Fenster. Außerdem steht die Verleihung des MeisterAwards (Orga: Fachverband Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg) und des Titels Fensterbauer des Jahres 2026 (Orga: Wirtschaftszeitschrift „GFF – Das Praxismagazin für Glas Fenster Fassade“) an.
Ferner wird als zentraler Treffpunkt für alle Zukunftsthemen der sogenannte Zukunftsraum in Halle 7, auf Stand 7-116 und 7-117 angeboten. Hier werden praxisnahe Impulse zu Digitalisierung und KI vom Büro bis zur Baustelle, zu Social Media und Fachkräftegewinnung beworben; eine Netzwerkmöglichkeit für Unternehmen mit Praktikern, Technologie-Experten. Hier soll durch konkrete Praxisbeispiele veranschaulicht werden in welche Richtung sich ein Betrieb mit Blick auf den technologischen Fortschritt und die zunehmende Digitalisierung weiterentwickeln kann.
Die Messe öffnet Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ihr Pforten von 10:00 – 18:00 Uhr und am Freitag von 10:00 – 18:00 Uhr. Eine Tageskarte kostet 50,00 Euro und eine Dauerkarte für die gesamte Messe 70,00 Euro.
Mehr unter: www.frontale.de
Goldenes Messejubiläum
IFH/ INTHERM 2026
BILD: GHM MBH
BILD: GHM MBH, THOMAS PLETTENBERG
BILD: GHM MBH, THOMAS PLETTENBERG
Die IFH/ Intherm feiert 2026 ihr 50-jähriges Bestehen und lädt vom 14. bis 17. April ins Messezentrum Nürnberg ein. Über die vier Messetage hinweg wird ein umfassender Einblick in die Entwicklungen der Sanitär-, Haus- und Gebäudetechnik versprochen. Auf 55.125 m² Messefläche und in insgesamt sieben Hallen werden um die 400 Aussteller erwartet. Mit Fachvorträgen, Live-Demos und praxisorientierten Foren soll sich branchenspezifisch mit aktuellen Entwicklungen wie Energiewende, Digitalisierung und nachhaltige Gebäudetechnik auseinandergesetzt werden.
Seit ihrer Premiere 1976 in Nürnberg hat sich diese Messe wohl zu einer der bedeutenden deutschen SHK-Fachmessen entwickelt. Ihren heutigen Namen trägt sie seit dem Jahr 2000, als die Messe Intherm integriert wurde. Es ist eine Messe mit der Branche rechnen kann, auch wenn bisweilen zwei Ausnahmen diese Regel bestätigen: 1978 wurde sie nämlich einmalig in Ulm statt in Nürnberg ausgerichtet und 2020 musste sie pandemiebedingt entfallen.
Im Auftrag der Fachverbände SHK Bayern und Baden-Württemberg organisiert die GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH die Veranstaltung. Weitere Trägerverbände sind die Fachverbände SHK Thüringen und Sachsen sowie der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V. (BDH). Der Fachverband SHK Sachsen-Anhalt unterstützt die Messe als Kooperationspartner. Die Messe beleuchtet das breite Spektrum der Branche: von Sanitärtechnik und erneuerbaren Energien über Trinkwasserbehandlung, Gebäudeautomation sowie Klima- und Lüftungstechnik bis hin zu nachhaltigen Installationslösungen.
2026 stehen dazu fünf zentrale Themenbereiche im Fokus, die sich nicht nur bei den Ausstellern, sondern auch in Vorträgen, Talks und Startup Pitches wiederfinden. Themenbereiche, die mit ihren Unterthemen eine Vielzahl der Punkte abdecken, die die Branche bewegt. Deshalb hier ein Überblick über die Spektren und verwandte Aussteller:
1. Baddesign und Sanitärtechnik – Trends und Lösungen für modernes, nachhaltiges Baddesign: Keramik, Duschen und Badewannen, Badmöbel und Spiegelschränke, Armaturen, Schwimmbadtechnik, Trinkwasserbehandlung, Zubehör und Accessoires.
2. Wärme- und Energiesysteme – Effiziente Heiztechnologien, Wärmepumpen und hybride Systeme: Wärmepumpe, Trinkwassererwärmer/ Pufferspeicher, Wärmeerzeuger Öl, Gas und Festbrennstoffe, Heizkörper/ Wärmeheizsysteme, Öfen, Kachelöfen und Kamine, Abgasanlagen, Solarthermie und Photovoltaik.
3. Raumklima- und Lüftungssysteme – Energieeffizienz, Komfort und gesunde Luftqualität: Wohnraumlüftung, Klimatechnik, Kälteerzeugung, Lüftungstechnik, Wärmerückgewinnung, Filtertechnik, Split-/ Multisplitgeräte.
4. Haus- und Gebäudetechnik – Vernetzte Systeme und smarte Gebäudesteuerung: Installationstechnik, Wärmeund Energiesysteme, Raumklima- und Lüftungssysteme, Energiemanagement, Brandschutztechnik, Mess-, Steuerund Regeltechnik, BIM (Building Information Modeling).
5. Elektroinstallation, Energietechnik und Smart Home – Digitalisierung und Sektorkopplung: Energiespeicherung, Energielieferung und Beratung, Modulare Energieverteilung, Smart Home, Energieerzeugung, Digitale Steuerungssysteme, Home Energy Management Systeme (HEMS).
Daraus ergeben sich zahlreiche Angebote über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Sanitär, Heizung, Klima und erneuerbare Energien informiert zu werden – direkt von führenden Herstellern und Marken. Ebenso mag sich vor Ort die Gelegenheit finden mit Branchenexperten aus Handwerk, Industrie und Planung Geschäftskontakte zu knüpfen – nicht zuletzt bei der großen Ausstellerparty am ersten Messeabend anlässlich des Messejubiläums.
Zu den Messehighlights gehört einerseits das IFH/ Intherm FORUM, das ein tägliche Impulsgebende Programmpunkte präsentiert und durch digitale Webinare bereits im Vorfeld der Messe erweitert wird. Andererseits die Startup-Fläche in Halle 4. Hier werden bis zu 15 Startups ihre Innovationen präsentieren und vor großem Publikum pitchen.
Speziell für Handwerker, Fachplaner und Architekten starten dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils um 10 und 12 Uhr Messerundgänge und dauern etwa 90 Minuten. Treffpunkt ist der Stand des Gentner Verlags in Halle 7. So können Besucher gezielt die für sie relevanten Aussteller und Innovationen entdecken.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, Freitag von 9 bis 17 Uhr. Im Online-Vorverkauf kostet ein Tagesticket regulär 21,00 Euro und ermäßigt 11,00 Euro (vor Ort 24,00 Euro bzw. 13,00 Euro). Zur Ermäßigung berechtigt sind nachweisbare Schüler, Studenten, Auszubildende und Schwerbehinderte (ggf. inklusive eingetragener Begleitperson).
Mehr unter: www.ifh-intherm.de
Frostschutzventil, Handschnellentlüfter und Gaswarngerät von Afriso
Wappnen von Monoblock-Wärmepumpen für frostige Blackouts
BILD: AFRISO-EURO-INDEX GMBH
Bei der Planung und Installierung von R290-Monoblock-Wärmepumpen ist vorausschauend zu handeln. Denn während eines längeren Stromausfalls bei Monoblock-Wärme pumpen, die mit Propan (R290) als Kältemittel arbeiten, besteht im schlimmsten Fall Explosionsgefahr. Hier können drei Lösungen von Afriso hilfreich sein. Zunächst das Frostschutzventil AAV, das ein temperaturabhängiges, stromlos arbeitendes Frostschutzventil am Außengerät darstellt. Es stellt laut Hersteller im Störungsfall ein sicheres und autarkes Entleeren sicher, bevor es zum Auffrieren kommt. Wärmetauscher und Leitungen sollen so geschützt werden. Schnellentlüfter stellen im beschriebenen Szenario einen ungünstigsten Austrittspunkt dar. Hier kann ein Umstieg auf Handentlüfter wie den PrimoVent mit Sammelvolumen die Situation deutlich entschärfen. Der Hersteller verspricht, dass im Störungsfall nichts unkontrolliert in den Raum austreten kann. Als drittes im Bunde kann das Gaswarngerät GS 1.1 bodennah
Afriso-Euro-Index GmbH www.afriso.de
Befestigungssystem von Swisspearl
Verbindung für Gebäudeecken und auf Gehrung geschnittene Faserzementplatten
BILD: SWISSPEARL, BAUSEP GMBH
Mit der Geschlossenen Ecke 90° von Swisspearl sollen sich auf Gehrung geschnittene Faserzementplatten der Dicke 8 mm und 9 bzw. 12 mm nahezu fugenlos zu einer Ecke verbinden lassen. Die Verbindung der sich gegenüberliegenden Eckplatten entsteht durch zwei aufeinander abgestimmte Aluminiumkomponenten, die ineinandergeschoben werden. Maßzuschnitte und Befestigungslöcher können im Werk des Herstellers oder durch einen Konfektionär nach bauseitiger Stückliste ausgeführt werden. Auf der Baustelle müssen laut Hersteller dann lediglich die Aluminiumkomponenten an den vorgefrästen Positionen auf der Rückseite der Eckplatten angebracht werden. Anschließend ließen sich die Platten passgenau zur geschlossenen Ecke zusammenfügen. Montagelehren sollen für Sicherheit bei der Verschraubung der Aluminiumkomponenten sorgen. Der Hersteller bietet mit „Sigma 8 Pro“ und „Sigma 12 Pro“ zwei Varianten für die nicht sichtbare Befestigung von Faserzementplatten in 8 und 12 mm Dicke an.
Swisspearl Fassaden- und Dachprodukte DE GmbH www.bausep.de/swisspearl
Lamellendach von TS Aluminium
Mit integrierten Glaselementen
BILD: TS-ALUMINIUM-PROFIL-SYSTEME GMBH & CO. KG
Die neue Lamellendach-Variante von TS Aluminium verfügt über integrierte Glaselemente. Das Konzept strebt die Vorteile an eines Lamellendachs mit dem zusätzlichen Licht einer Glasüberdachung. Die Lamellendächer des Herstellers möchten mit mehreren Erweiterungen gesteigerte Gestaltungsfreiheit bieten können. Dazu soll auch diese neue Variante gehören, bei der ein Abschnitt der Terrassenüberdachung mit 10 mm VSG verglast ist – so kommt laut Hersteller bei geschlossenen Lamellen genug Licht ins Haus. Die einzelnen Scheiben können bis zu einem Meter breit sein. Für die Wahl zwischen mehr Lamellen- oder mehr Glasfläche ist die Tiefe der Scheiben anpassbar. Der Glasabschnitt lässt sich sowohl an der kurzen, als auch an der langen Seite des Dachs platzieren. Geöffnet lassen die breiten Lamellen Sonne auf die Terrasse. Der Hersteller möchte mit der neuen Variante auf die gestiegene Nachfrage an Lamellendächern und den Wunsch von Bauherren nach hellen Wohnräumen eingehen.
TS-Aluminium-Profilsysteme GmbH & Co. KG www.ts-alu.com
Eine Messe, vier Leitthemen
Digitalbau 2026
BILD: MESSE MÜNCHEN GMBH
BILD: MESSE MÜNCHEN GMBH
BILD: MESSE MÜNCHEN GMBH
In Kürze startet die vierte Ausgabe der digitalBAU – Fachmesse für digitale Lösungen in der Baubranche. Von 24. bis 26. März 2026 zeigen circa 300 Unternehmen in Köln Innovationen und Trends rund um die digitale Baustelle von morgen. Der Fokus dieser Veranstaltung liegt unter anderem auf ihren vier Leitthemen: Kreislaufwirtschaft, Bauprozessoptimierung, Künstliche Intelligenz sowie Digitalisierung im Bestand.
Die Zukunft des Bauens ist nachhaltig und ressourcenschonend. Beim zirkulären Bauen werden Baumaterialien nach dem Rückbau nicht entsorgt, sondern in einer neuen Funktion wiederverwendet. Bauwerke werden so zu einem wertvollen Materiallager von Rohstoffen. Damit dies gelingt, braucht es digitale Werkzeuge und neue Planungsansätze – von Materialdatenbanken über Building Information Modeling (BIM) und dem digitalen Zwilling bis zur digitalen Baustelle. Die Messe stellt die vielfältigen digitalen Lösungen für zirkuläres Bauen vor. Denn eine Vielzahl an Unternehmen präsentiert konkrete Ansätze und aktuelle Produktentwicklungen mit dem Fokus auf die Kreislaufwirtschaft. Hierzu zählen unter anderem Software Tools für eine vereinfachte und datenbankgestützte Erstellung von Materialpässen. Darüber hinaus stellen hochspezialisierte Technologieunternehmen ihre digitalen Plattformen zur Erfassung und Rückverfolgbarkeit von Bauteilen sowie zur besseren Vernetzung aller Beteiligten im Bauwerkslebenszyklus vor.
Effizienter planen, schneller bauen, nachhaltiger wirtschaften – die digitale Bauprozessoptimierung ist der Schlüssel zur Zukunft des Bauens. Im Fokus der digitalen Prozessoptimierung steht die Integration digitaler Technologien und Methoden über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks: von der Konzeption und dem Entwurf über die Planung und Ausführung bis zum Betrieb, Umbau und Rückbau. Das Ziel besteht darin, etablierte, aber analoge Prozesse zu optimieren. Darüber hinaus hilft sie, Fehlerquellen zu minimieren und die Zusammenarbeit der Planungsbeteiligten mithilfe passender digitaler Arbeitswerkzeuge zu verbessern.
Die Digitalisierung des Bauwesens und die damit verbundene Automatisierung zahlreicher Planungs- und Bauprozesse gewinnt weiter an Fahrt. Dennoch ist der Bausektor im Vergleich zu anderen Industriezweigen noch immer analog geprägt. Eine Fülle stets wiederkehrender Aufgaben – Tätigkeitsfelder, die beispielsweise im Automobilbereich längst von Robotern und digital gesteuert gelöst sind – müssen auf unseren Baustellen weiterhin in Handarbeit und mit dem Einsatz von Körperkraft erfüllt werden. Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen schaffen hier jedoch eine wichtige Basis, um zukünftig das Planen und Bauen automatisierter, effizienter und noch qualitätsvoller werden zu lassen.
Das Bauen im Bestand ist eine der wichtigsten Stellschrauben auf dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft: Hier liegt das größte Potenzial für ressourcenschonendes Bauen und für das Erreichen der Klimaziele. Denn mehr als ein Drittel der Treibhausgasemissionen und rund 40% des Energieverbrauchs entfallen in der Europäischen Union auf den Gebäudesektor. Die Digitalisierung nimmt bei der Transformation bestehender Bauwerke damit eine Schlüsselrolle ein.
Die Messe zeigt neben neuen Produktentwicklungen und Services für den gesamten Planungs- und Bauprozess ebenso ein tiefgründiges Rahmenprogramm. Dabei spiegeln sich die Leitthemen der Veranstaltung auch im begleitenden Rahmenprogramm widerspiegeln. Hierzu zählen verschiedene Foren wie die Main Stage, Neo Stage, Exhibitor Stage sowie die Start-up Stage inklusive der Founders Fight Night am Mittwoch. Darüber hinaus dient die digitalBAU bereits zum dritten Mal als Austragungsort für die Verleihung des Deutschen Baupreises am Dienstag samt der Sonderkategorie „Kreislauffähiges Bauen“. Die Schirmherrschaft übernimmt Bundesbauministerin Verena Hubert.
Online sind Tagestickets mit 49,00 Euro (vor Ort 65,00 Euro) bepreist und 39,00 Euro (vor Ort 55,00 Euro) mit Ermäßigung. Letzteres betrifft Schüler, Lehrer, Studenten, Wehrpflichtige, Arbeitslose, Bufdis, Teilnehmer an Freiwilligendiensten sowie Schwerbehinderte ab 50%. Außerdem gibt es die Option eines Drei-Tage- Tickets für 109,00 Euro (vor Ort 145,00 Euro), eines Go Green Tickets für je 5,00 Euro Zuschlag sowie diverser Early Bird Angebote (noch bis zum 02.03.2026).
Mehr unter: digital-bau.com









