Ausgabe 3.2022

AUSZUG AUS DEM INHALT:

TITELTHEMA
Die Schwammstadt – Zukunftsweisende Konzepte der Stadtplanung
Bei der Schwammstadt (Sponge City) handelt es sich um ein Konzept der Stadtplanung, bei dem anfallendes Niederschlagswasser möglichst nicht über die Kanalisation abgeleitet, sondern durch verschiedene Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung lokal aufgenommen, zwischengespeichert und dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt wird. Zusätzlich soll in den Sommermonaten durch Verdunstungskühlung eine Verbesserung des Stadtklimas erreicht werden.

REALISIERTE OBJEKTE
Aufenthaltsqualität statt Verdichtung – Wohnungsbau-Offensive Hannover
Im Rahmen von Hannovers groß angelegter Wohnungsbau-Offensive steht ein weiteres Wohnquartier kurz vor der Fertigstellung. Mit dem „Buchholzer Grün“ entstehen im Osten der Stadt auf dem Areal eines inzwischen rückgebauten Krankenhauses 400 neue Wohnungen. Die Grundlage für die Neubebauung lieferte das Architekturund Stadtplanungsbüro morpho-logic. Mit seinem Konzept rückt es vor allem die hausnahen Qualitäten des Außenraums in den Vordergrund.

STÄDTEBAU & QUARTIERSENTWICKLUNG
Sehnsucht Grün – Ergebnisse der BPD-Wohnwunschbefragung
Der Wunsch nach einem grünen Wohnumfeld ist bei fast allen Menschen ausgeprägt. Der eigene Garten stellt eine der wichtigsten Begründungen dafür dar, dass sich selbst die immer zahlreicheren kleinen Haushalte ein Eigenheim wünschen. Diese Tatsache hat deshalb einen elementaren Einfluss auf die Gestaltung von neuem Wohnraum – auch im urbanen Kontext. Die BPD Immobilienentwicklung GmbH hat dazu eine Befragung durchgeführt.

ENERGIE, TECHNIK & BAUSTOFFE
Brandschutztechnisch die beste Wahl – Brandschutztreppen ohne optische Einbußen
Stadler Treppen berät seine Kunden umfassend zum Thema Brandschutz und fertigt entsprechende Treppen auf Anfrage nach Maß an. Mit den Brandschutztreppen des Unternehmens aus Bad Saulgau sind Architekten auf der sicheren Seite, was bauliche Anforderungen und aktuelle gesetzliche Regelungen betrifft. Und auch die Ästhetik kommt bei Stadler Treppen nicht zu kurz: Jede Treppe, die gemäß den Brandschutzbestimmungen gefertigt wurde, ist trotzdem ein Unikat, das auch optisch überzeugt.

Fensterlüftung nach DIN 1946‑6 – ift-Richtlinien für Planung und Ausführung
Bei lüftungstechnischen Maßnahmen in Wohngebäuden muss die DIN 1946-6 beachtet werden. Um den Umgang mit diesem komplexen Normenwerk zu vereinfachen, hat das ift Rosenheim die ift-Richtlinien LU­01/2 „Fensterlüfter – Leistungseigenschaften“ und LU­02/2 „Fensterlüfter – Einsatzempfehlung“ überarbeitet. Mit der ift-Richtlinie LU­02/2 steht Planern, Fensterherstellern und Montagebetrieben ein einfaches und praxisnahes Planungsinstrument für die Lüftungsplanung im Wohnungsbau nach DIN 1946­6 zur Verfügung und ist damit eine Alternative zu Softwareprogrammen.

Individuell regelbar – Frischluftzufuhr mit SMART Boxen
Zentrumsnah und doch im Grünen wohnen. Ein Wunsch vieler Menschen, die die Vorteile von Stadt und Land nutzen möchten. In Hannover wurde genau das ermöglicht. Ökologisch, inklusiv und sozial: Am Ihme-Ufer entsteht eine einzigartige Nachbarschaft im Wohnquartier Ohe-Höfe. Dabei wurden in einem der neu errichteten Mehrfamilienhäuser zwei DUPLEX 1500 Multi Eco-N Lüftungsgeräte des Lüftungsspezialisten Airflow auf dem Dach installiert, die alle 24 Wohneinheiten stets mit frischer Luft versorgen. 24 intelligente Übergabemodule der Serie SMART Box ermöglichen in jeder der Wohnungen eine individuelle Frischluftzufuhr mit System.

Energieleck schließen – Kontrollierte Schachtentrauchung
In vielen Gebäuden befindet sich am obersten Ende des Aufzugsschachts eine Öffnung zur Belüftung und Rauchableitung, die direkt ins Freie führt. Wertvolle Heiz- und Klimaenergie entweicht ungehindert aus dem Gebäude. Mit einer kontrollierten Schachtentrauchung kann die Rauchableitung im Brandfall sichergestellt und gleichzeitig der Energieverbrauch gesenkt werden.

INTERVIEW
Im Gespräch mit Wolfgang Jehl – Weniger Bauschäden durch Montagezargen
Montagezargen sind auf dem Vormarsch. Sie vereinfachen den Einbau, verringern Reklamationen und ermöglichen den schnellen Austausch von Bauelementen bei Schäden oder einer Modernisierung. Das ift Rosenheim hat dazu eine kostenlose Fachinformation herausgegeben. Wolfgang Jehl, Produktmanager im ift Rosenheim, gibt uns Tipps zur Planung, Ausschreibung und Anwendung.

KOSTEN & FINANZIERUNG
Reinigen statt Demontieren lohnt sich – Reinigen und Sanieren von RLT- und Lüftungsanlagen
Obwohl die regelmäßige Reinigung der Luftleitungssysteme von RLT- und Lüftungsanlagen vorgeschrieben ist, wurde sie bisher oft vernachlässigt. Die Folgen sind Anlagen, die in puncto Gesundheit, Energieeffizienz, Betriebskosten und Brandschutz irgendwann so bedenklich sind, dass sie saniert oder neu montiert werden müssen. Warum und unter welchen Voraussetzungen eine Sanierung die wirtschaftlichere Lösung ist, zeigt ein Beispiel aus der Praxis.

RECHT & STEUERN
Erbbaurecht – Heimfall tritt selten ein
Der Heimfall ist eine Besonderheit des Erbbaurechts. Tritt er ein, geht das Gebäude, das auf dem Erbbaurechtsgrundstück steht, vor Vertragsablauf in das Eigentum des Erbbaurechtsgebers über. In der Praxis passiert das allerdings ausgesprochen selten, wie der Deutsche Erbbaurechtsverband jetzt in einer Umfrage herausfand.

Vergaberecht – Neue Schwellenwerte

The time is now

Der Weltklimarat der Vereinten Nationen hat Anfang April den dritten und letzten Teil seines sechsten Sachstandsberichts vorgestellt. Dieser beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Maßnahmen, durch die der Ausstoß von Treibhausgasen und damit eine globale Erderwärmung vermindert werden kann.

Im Durchschnitt war die Emission von Treibhausgasen zwischen 2010 und 2019 höher als in jedem vorangegangenen Jahrzehnt. Allerdings habe sich die Wachstumsrate immerhin verlangsamt, so der Bericht. Um jedoch die Erderwärmung auf unter 2 °C zu halten müssten die Anstrengungen zur Emissionsminderung rasch beschleunigt werden. „Jetzt oder nie“, ist also die Quintessenz aus dem Bericht.

Die Erklärung der G7 Klimaschutz‑, Energie und Umweltminister setzt nun ein deutliches Zeichen in diese Richtung. Die G7 verpflichten sich darin z. B. erstmalig zum Ziel einer überwiegend dekarbonisierten Stromversorgung bis 2035. Auch im Umweltbereich wurden wesentliche Maßnahmen in Bezug auf die Ressourceneffizienz, Plastikverschmutzung oder Biodiversität beschlossen.

Es sieht so aus, als würde endlich ein Umdenken bei den Verantwortlichen einsetzen. Nicht zuletzt, um unabhängig von fossilen Energieträgern – und deren Lieferungen aus dem Ausland – zu werden.

Für Gebäude und Städtebau gilt: Im Großen wie im Kleinen führt an einer grünen, resilienten, klimaschonenden und energieeffizienten Planung nichts vorbei.

The time ist now!

Ihre Julia Ciriacy-Wantrup
Chefredakteurin QUARTIER