Ausgabe 5.2019

AUSZUG AUS DEM INHALT:

TITELTHEMA
Nachhaltigkeit durch Low-Tech – Wie viel Technik braucht ein Haus
Technik begleitet uns überall im Alltag. Durch sie sparen wir Zeit. Sie ist ein Grundstein für unseren heutigen Komfort. Auch Gebäude werden mit mehr und mehr Technik ausgestattet, um den Bewohnern Komfort zu bieten und Energie zu sparen. Die Idee des Smart Building, in dem alle Funktionen technisch optimiert und vom Handy aus steuerbar sind, definiert ein neues Lebensgefühl. Doch was wäre, wenn die Gebäudetechnik wieder auf ein Minimum reduziert würde? Könnte Low-Tech zu mehr Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit beitragen?

REALISIERTE OBJEKTE
Mehrgenerationenwohnen in Stuttgart – Baugruppenhäuser am Park
Der Killesberg gehört zu den schönsten Naherholungsgebieten Stuttgarts. Am Rande des Höhenparks haben Bottega + Ehrhardt Architekten im Zuge eines Bewerbungsverfahrens für Baugruppen mit einem architektonisch stimmigen Entwurfs- und dazugehörigem nachhaltigen Energiekonzept gemeinschaftliches Wohnen in insgesamt 12 Wohnungen realisiert.

STÄDTEBAU & QUARTIERSENTWICKLUNG
Neuer Stadtteilpark in München – Grünes Quartierszentrum
Der DomagkPark ist ein über 24 Hektar großes Areal im Münchner Stadtteil Schwabing- Freimann. Auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne entstand ein vielfältiges neues Quartier mit Geschäften, Schulen, Kitas und geförderten Wohnungen. LATZ+PARTNER LandschaftsArchitekten Stadtplaner gestalteten die zentral in der Mitte gelegene Parkanlage, die das Areal als grünes Quartierszentrum prägt.

Alte Straße – neue Qualität
Mit der Sanierung und Neugestaltung der Alten Straße in Bremervörde erhält die norddeutsche Kleinstadt einen erweiterten städtischen Mittelpunkt – bei einem sensiblen, aber zeitgenössischen Umgang mit den historischen Wurzeln. Der neue Stadtraum lädt im wahrsten Sinn des Wortes zum Flanieren auf dem „Parkett“ ein und bildet ein klar strukturiertes Ganzes, das vielfältige Funktionen integriert.

INTERVIEW
Im Gespräch mit Stefan Eisinger-Sewald: Weniger ist manchmal mehr
Mit einfachen Konstruktionen, geringem Materialaufwand und geringstmöglichem technischen Aufwand können Wohbauten kostengünstiger und gleichzeitig auch nachhaltig gestalten werden. Wie das möglich ist, besprechen wir mit Herrn Ing. Stefan Eisinger-Sewald, Geschäftsführer der KALLCO Development GmbH und Co. KG in Wien.

ENERGIE, TECHNIK & BAUSTOFFE
Wohnquartier in Frankfurt – BLINK YOUR EYES
Die Architekten des Schweizer Atelier 5 realisierten im Frankfurter Stadtteil Riedberg ein Wohnkonzept, bei dem das Wohlbefinden und die Wohngesundheit besonders groß geschrieben wurden. Dazu gehören auch Lösungen für den Wärme- und Trittschallschutz.

Dezentrale Raumheizung und Warmwasserbereitung – Wohnen im Kaufhaus
Jahrelang erregte das leerstehende Hertie-Kaufhaus die Gemüter der Lüner Bevölkerung. Dann endlich der Wandel: Aus dem markanten Betonklotz im Herzen der Stadt entstanden  24 barrierearme Mietwohnungen und 6 Gewerbeeinheiten. Wohnungsstationen übernehmen dort die dezentrale Raumheizung und Warmwasserbereitung. So bleiben die Nebenkosten langfristig niedrig und das Trinkwasser fließt stets hygienisch einwandfrei.

BAUKOSTEN & FINANZIERUNG
Wohnungsbewertungssystem für Neubauten – Ein verständlicher Weg zu guten Wohnungen
Vorgehängte hinterlüftete Fassade – Förderungen für Wohnbauprojekte Wohngebäude mit einer hinterlüfteten Fassade werden sowohl im Neubau, als auch im Bestandsbau gefördert. Doch welche Mindestanforderungen sind für Sanierungen einzuhalten und welche Fördermöglichkeiten gibt es?

RECHT & STEUERN
Steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus – Sonderabschreibung für mehr Wohnraum
Honorierung von Planungsleistungen für Mehrfamilienhäuser – Ein, zwei oder fünf Gebäude? In Hamburg führten der Bau eines mehrgeschossigen Wohnbaus und die Frage der passenden Honorierung zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Die Frage war, ob der Wohnkomplex aus vier Teilen und Tiefgarage als ein, zwei oder fünf Gebäude honoriert werden sollte.

Eine Sache der Perspektive

Das Centre Pompidou von Renzo Piano und Richard Rogers oder auch die Gebäude des Münchner Olympiaparks mit ihren revolutionären Dachkonstruktionen von Frei Otto sind Jahrzehnte später immer noch spektakuläre und herausragende Bauten. Auch heute verwenden die Gebäude der „High-Tech-Architektur“ neuartige Werkstoffe und zeichnen sich durch zukunftsorientiertes Design aus. Und doch ist es eine Sache der Perspektive und des aktuellen Entwicklungsstands, was High-Tech ist oder vielleicht als Low-Tech bezeichnet wird. Frei Ottos architektonisches Ziel und Ideal war das Bauen mit einem minimalen Aufwand an Materie, Fläche und Energie – Parameter, die heute auch für Low-Tech-Gebäude angesetzt werden.

In unserem Titelbeitrag beleuchten wir die Seite der Energieeffizienz und gehen der Frage nach, ob Low-Tech für Gebäude zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz beitragen kann.

Ihre Julia Ciriacy-Wantrup
Chefredakteurin QUARTIER